ShinrAIAuf STACKIT gehostet
Anonymisierungssoftware

Arztbriefe und Befunde anonymisieren: Patientendaten pseudonymisieren, bevor eine KI sie liest

14 Tage Geld-zurück-Garantie · Monatlich kündbar · Rechnung mit USt.

Arztbriefe, Befunde, Entlassbriefe und Fallberichte enthalten Gesundheitsdaten, eine besondere Kategorie personenbezogener Daten nach Art. 9 DSGVO. ShinrAI ersetzt Namen, Orte, Einrichtungen, Datums- und Altersangaben und Kennungen durch realistische Platzhalter. Diagnosen, Befunde und Medikation bleiben lesbar. ShinrAI 1.6 ist seit dem 06.10.2026 das Modell der Managed-API und wurde zusätzlich mit klinischen Dokumenten trainiert.

Was ersetzt wird und was bleibt

Angaben in einem Arztbrief
Angabe im ArztbriefBeispielShinrAI
Patientin, Angehörige, Ärztinnen und Ärzte„Frau Lena Brandt“Ersetzt, im ganzen Brief konsistent
Klinik, Praxis, Ort und Adresse„Klinik St. Anna, Leipzig“Ersetzt
Datums- und Altersangaben„am 12.03.2026“, „54 Jahre“Ersetzt (ShinrAI 1.3 kennt keine Datums- und Altersangaben); auf Wunsch nur das Jahr behalten
Kennungen und KontaktdatenFallnummer, Telefonnummer, E-Mail-AdresseErsetzt, soweit sie als Kunden- und Aktenzeichen, nationale Kennnummer oder Kontaktdatum erkannt werden
Diagnose, Befund, Medikation„Verdacht auf Pneumonie“Bleibt stehen, damit die KI den Inhalt auswerten kann

Die Beispiele sind erfunden. Auch ohne Namen kann eine seltene Diagnose oder ein ungewöhnlicher Verlauf auf eine Person verweisen. Die Option Linkage-Risiko schätzt, wie stark ein Text eine Person noch heraushebt; sie ist eine Heuristik, keine Zählung. Prüfen Sie das Restrisiko für Ihren Zweck.

Pseudonymisierung in der Medizin: das Mapping bleibt bei Ihnen

Mit dem Preset pseudonymize erhalten Sie realistische Ersatzwerte und auf Wunsch das Mapping. Ihre Anwendung speichert es getrennt vom Text, wie es Art. 4 Nr. 5 DSGVO für die Pseudonymisierung beschreibt. Verwerfen Sie das Mapping, bleibt der Text ohne Zuordnung. Ob damit Anonymität im Rechtssinn erreicht ist, hängt vom Restrisiko in Ihrem Kontext ab.

ShinrAI 1.6 auf klinischen Texten, gemessen und veröffentlicht

ShinrAI 1.6 erkennt Datums- und Altersangaben, ShinrAI 1.3 nicht. Trainiert wurde es unter anderem mit generierten klinischen Dokumenten in sechs Sprachen und französischen klinischen Berichten. Gemessen hat Innovius gegen ShinrAI 1.3 auf zwei öffentlichen klinischen Testsammlungen, beide Modelle auf denselben Typen:

  • 63 deutsche Arztbriefe (GraSCCo). Bei Personen, Orten und Einrichtungen erreicht ShinrAI 1.6 einen Trefferwert von 79,5 von 100 mit exakten Wortgrenzen. Zählt jede Markierung, die die richtige Stelle mit dem richtigen Typ trifft, sind es 88,7. ShinrAI 1.3 lag bei 50,4 und 72,6. Von den Zeichen der personenbezogenen Angaben schwärzt ShinrAI 1.6 94,4 von 100 (ShinrAI 1.3: 52,4).
  • 250 spanische klinische Fallberichte (MEDDOCAN). Personen, Orte und Einrichtungen: 84,5 von 100 mit exakten Wortgrenzen, 93,1 bei überlappender Markierung; ShinrAI 1.3 lag bei 50,7 und 69,8. Von den Zeichen der personenbezogenen Angaben schwärzt ShinrAI 1.6 95,7 von 100 (ShinrAI 1.3: 55,1).

Im eigenen Test mit realistischen Briefen, Rechnungen und Klinik-Notizen findet ShinrAI 1.6 in deutschen Texten rund 96 von 100 personenbezogenen Angaben, und rund 95 von 100 Markierungen sind richtig; zusammengefasst sind das 95,6 von 100 (ShinrAI 1.3: 94,4). Der Test umfasst 200 Texte je Sprache. Auf unseren eigenen zurückgehaltenen medizinischen Stichproben (300 Datensätze je Sprache, sechs Sprachen) liegt ShinrAI 1.6 mit exakten Wortgrenzen bei 86,9 von 100, knapp unter ShinrAI 1.3 mit 87,6.

Der Trefferwert reicht von 0 bis 100. Er sinkt mit jeder übersehenen und mit jeder fälschlich markierten Angabe; Fachleute nennen das F1-Wert. Die Messungen beschreiben das Modell, keine Garantie für Ihre Dokumente. Alle Zahlen und Methoden stehen auf dem Benchmark-Board und auf der Seite Sprachen und Datenkategorien. Prüfen Sie die Qualität mit eigenen Briefen in einem Pilotlauf.

Einsatz in Klinik, Praxis und Forschung

ShinrAI ist ein technisches Werkzeug. Es trifft keine medizinischen Entscheidungen und ersetzt keine Rechtsberatung. Rechtsgrundlage, Schweigepflicht und Freigaben bleiben Aufgabe Ihrer Einrichtung.

In Deutschland oder vollständig im eigenen Haus

Die Managed-API läuft auf STACKIT in Deutschland und wird von der Innovius UG aus Teltow betrieben. Synchrone Anfragen werden im Arbeitsspeicher verarbeitet, ohne Archiv der Inhalte und ohne Modelltraining. Inhalte asynchroner Jobs sind verschlüsselt und verfallen 24 Stunden nach der Übermittlung. Kliniken und Forschungseinrichtungen können ShinrAI auch als Offline-Paket mit signierter Aktivierung auf eigener Hardware betreiben; dann verlassen die Daten das Haus nicht. Details stehen im Abschnitt On-Premises, der Vertrag zur Auftragsverarbeitung nach Art. 28 DSGVO ist veröffentlicht.

Mit eigenen Briefen testen

Starter kostet 39 € im Monat für 50.000 Records und erlaubt Standard- und Batch-Verarbeitung. Ein Record entspricht 1.000 Unicode-Codepunkten; Batch-Verarbeitung zählt halb. Größere Mengen laufen über Team, Business, Platform oder ein Paket ohne Verfall, auch als Offline-Paket.

Häufige Fragen

Ist das Anonymisierung oder Pseudonymisierung von Patientendaten?

Mit dem Mapping ist es eine Pseudonymisierung im Sinne von Art. 4 Nr. 5 DSGVO: Nur wer das getrennt gespeicherte Mapping hat, kann die Ersatzwerte zurückführen. Die Aktionen partial und generalize sind nicht umkehrbar. Ob ein Text danach anonym im Rechtssinn ist, hängt vom Restrisiko in Ihrem Kontext ab.

Bleiben Diagnosen und Befunde erhalten?

Ja. ShinrAI ersetzt Angaben, die auf eine Person verweisen, etwa Namen, Orte, Einrichtungen, Datums- und Altersangaben und Kennungen. Diagnosen, Befunde und Medikation bleiben im Text, damit ein Modell sie auswerten kann. Seltene Diagnosen können trotzdem auf eine Person verweisen.

Kann ShinrAI im Klinikum ohne Internetverbindung laufen?

Ja. Offline-Pakete mit signierter Aktivierung laufen auf Ihrer eigenen Hardware ohne Verbindung nach außen. Die Verarbeitung bleibt vollständig lokal.

Wo werden die Patientendaten verarbeitet?

In der Managed-API auf STACKIT in Deutschland. Synchrone Anfragen werden im Arbeitsspeicher verarbeitet, ohne Archiv und ohne Modelltraining. Jobdaten und API-Sitzungen bleiben nur so lange, wie ihr Job oder ihre Sitzung sie braucht, standardmäßig höchstens 24 Stunden. Die Seite Datenverarbeitung und Aufbewahrung nennt jede Aufbewahrungsfrist.

Was kostet die Pseudonymisierung von Arztbriefen?

Ein Record entspricht 1.000 Unicode-Codepunkten; Batch-Verarbeitung zählt halb. Starter kostet 39 € im Monat für 50.000 Records. Pakete ohne Verfall beginnen bei 5 Millionen Records für 1.590 €, auch als Offline-Paket.

Bekomme ich mein Geld zurück, wenn ShinrAI nicht passt?

Passt ShinrAI doch nicht zu Ihnen? Schreiben Sie innerhalb von 14 Tagen nach der ersten Zahlung Ihres Tarifs an den Support, und wir erstatten sie vollständig. Einmal je Unternehmen, sofern Sie höchstens 10 % der monatlichen Records des Tarifs genutzt haben.